Honigstatistik

Bild1: Honigertrag mit sich selbst überlassenen Bienenvölkern

Etwa 15 Jahre war ich Imker mit der Honigverteilung von Bild1. Meine Völkeranzahl pendelte von 2 auf 6 und zurück, je nachdem wieviele Völker mir über den Winter eingingen. Ich war knapp vor dem Aufhören. Ich hatte aus heutiger Sicht nicht den Überblick. Bild 1 kann ich aus meiner Praxis bestätigen.
Es drängt sich die Frage auf, wenn ein Volk in der Lage ist 20 kg Honig zu ernten, warum können das die anderen Völker nicht auch? Wenn wir eine Methode finden unsere schwachen Völker auch an das Maximum heranzuführen, dann können wir den Honigertrag in etwa verdoppeln. Dies erkennen wir an Bild 2.

 

 

Bild2: Honigertrag mit kontrollierter Völkerführung

Der unterschiedliche Ertrag muss an den Völkern liegen. Stock 2 von Bild 1 war zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Verfassung. Ausgehend von der beginnenden Brut im Februar/März hat sich das Volk optimal entwickelt und hat am Beginn der Waldtracht (Anfang Juni) die passende Anzahl von Flugbienen um den Honig zu ernten. Die anderen Völker erreichen diese Volksstärke nie oder zu spät.
Mitte Juli ist die Tracht schon wieder vorbei . Mit dem Unterlass-Bienen-Reihenstock in der Kombination mit dem Altersheim wird aufgezeigt, dass mit sogar verringertem Arbeitsaufwand der Honigertrag eklatant gesteigert werden kann wenn man alle Völker in die richtige Startposition bringt (”wenn der Holler blüht”).